Frühjahrs-
tagungen

Frühjahrstagung der Jugenddienste 2020

​Quo vadis, Jugenddienst?

“Quo vadis, Jugenddienst?” war die Frage, die im Mittelpunkt der Frühjahrstagung der Jugenddienste stand, an der über sechzig Fachkräfte der Jugenddienste teilnahmen. Die zwanzig Jugenddienste, zusammengeschlossen über die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), diskutierten mit Prof. Benedikt Sturzenhecker der Uni Hamburg über das über Bord werfen von alten Herangehensweisen um neue Probleme und Herausforderung zu bewältigen, die Wichtigkeit jungen Menschen das Machen von Erfahrungen zu ermöglichen, aber auch das Sichtbarmachen der Jugendarbeit, die meist hinter den Kulissen abläuft und dennoch unabdingbar ist.
 
Quo vadis, Jugenddienst?

An der Frühjahrstagung der Jugenddienste nahmen über 60 Fachkräfte der Jugenddienste aus ganz Südtirol teil. Organisiert wurde die Fachtagung, die heuer online stattfand, von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), welche die Jugenddienste zu einem Netzwerk zusammenschließt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage “Quo vadis, Jugenddienst?”: Jugenddienst - wohin gehst du? “Ziel der Jugenddienste ist es junge Menschen zu unterstützen, sich zu mündigen Persönlichkeiten zu entwickeln, die selbstbestimmt und mitverantwortlich ihr Leben und die demokratische Gesellschaft gestalten. Was kommt auf junge Menschen bzw. auf uns als Gesellschaft insgesamt zu und wie sollen oder können wir als Jugenddienst damit umgehen um weiterhin junge Menschen bestmöglich zu unterstützen?”, so der Geschäftsführer der AGJD Karlheinz Malojer zu Beginn. Die Frühjahrstagung ist ein Puzzleteil in der Auseinandersetzung, welche bereits im Januar bei der AGJD-Vollversammlung begann, künftige Herausforderungen gut und gemeinsam im Sinne zur Unterstützung von jungen Menschen bewältigen zu können.
 
Wie können wir mit Katastrophen und Krisen umgehen?

Inputs und Gedankenanstöße kamen von Benedikt Sturzenhecker, Professor für Sozialpädagogik / außerschulische Bildung und Leiter des Arbeitsbereichs Sozialpädagogik an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und auch Begleiter der Jugenddienste im Prozess der kommunikativen Planung vor einigen Jahren. In Krisen und Katastrophen werden alte Denk- und Handlungsmuster über den Haufen geworfen, neue Lösungen und Herangehensweisen für bisher unbekannte Probleme müssen entwickelt werden - dies gilt für junge Menschen, genauso wie für die Jugenddienste. Dabei heißt es Irritation auszuhalten, aber auch Uneindeutigkeit und mögliche Fehlerhaftigkeit der Versuche neue Lösungen für unbekannte Herausforderungen zu finden.
 
Junge Menschen müssen Erfahrungen machen

Die Rückmeldungen der Jugenddienste in der Frühjahrstagung zeigen, dass die Schwerpunkte der Jugenddienste vor Ort unterschiedlich gelagert, dies hängt u.a. mit dem jeweiligen Einzugsgebiet (Stadt - Land), den Bedürfnissen und gewachsenen Netzwerken auf lokaler Ebene zusammen und doch haben sie alle eines gemeinsam. Die Jugenddienste ermöglichen jungen Menschen zukunftsweisende Erfahrungen zu machen. Dabei geht es junge Menschen darin zu begleiten und zu unterstützen, die notwendigen Rahmenbedingungen gemeinsam zu erschaffen und gleichzeitig sich selbst zu hinterfragen und sich auf die eigene Kernkompetenzen zu besinnen.
 
Der Blick nach vorne

Die Herausforderung für junge Menschen und gleichzeitig der Jugenddienste in der Corona-Pandemie, aber auch in Bezug auf den Klimawandel, Migration, Extremismus wurden gemeinsam beleuchtet. Gerade in Krisen und Katastrophen wird die Vulnerabilität der Menschen deutlich, d.h. auch dass Menschen aufeinander angewiesen sind und die gegenseitige Unterstützung benötigen. “Gemeinsam am Wohl für alle zu arbeiten, heißt eigene Bedürfnisse einbringen können und mit anderen eine für alle gerechte Umsetzung von Bedürfnissen erringen.”, so Benedikt Sturzenhecker.  Hier heißt es für die Jugenddienste verstärkt am gemeinsamen Strang zu ziehen, auch gemeinsam und im Austausch mit den Netzwerken auf lokaler und Landesebene für ein gemeinsames aktives Miteinander für und mit jungen Menschen. 

In verschiedenen nächsten Treffen und Auseinandersetzungen wird gemeinsam daran gearbeitet, dass die Jugenddienste die Rahmenbedingungen für junge Menschen auch weiterhin so schaffen, um diese in ihrer Entwicklung zu mündigen Persönlichkeiten, die selbstbestimmt und mitverantwortlich ihr Leben und die demokratische Gesellschaft gestalten, zu begleiten.

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