Promemoria
Auschwitz

Promemoria_Auschwitz

Die Reise der Erinnerung - Il viaggio della memoria

Die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste bietet in Zusammenarbeit mit Deina und Arciragazzi Jugendlichen im Alter von 17 bis 25 Jahren die Möglichkeit am internationalen Projekt „Promemoria_Auschwitz“ teilzunehmen. Jugendliche verschiedener Sprachgruppen und unterschiedlicher kultureller Herkunft nähern sich der GEMEINSAMEN Geschichte. Die wichtigste Station des Projektes ist die Fahrt nach Polen und die dortige Besichtigung des jüdischen Ghettos in Krakau und des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Die Erfahrungen rund um den Zweiten Weltkrieg werden mit der Gegenwart verknüpft, um so das Bewusstsein und die Verantwortung für aktuelle Themen wie Zivilcourage und Engagement zu wecken.

Die Reise 2022

2022 haben sich wieder junge Menschen aus Südtirol und dem Trentino suchend und fragend auf die “Reise der Erinnerung“ begeben. Jedoch war es dieses Jahr anders sein in den vergangenen Jahren, denn in Europa ist wieder Krieg.

400 Teilnehmende aus Südtirol und dem Trentino haben sich wieder auf diese besondere Reise eingelassen, diesmal jedoch nicht nach Krakau und zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, sondern nach Wien bzw. zu den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen.
Das KZ Mauthausen war ein Zentrum eines Systems von mehr als 40 Lagern, welche zwischen 1938 und 1945 betrieben wurden. Mauthausen war Bestandteil einer Verfolgungsmaschinerie, mittels welcher Menschen in weiten Teilen Europas und darüber hinaus terrorisiert wurden. Die Gefangenen des Lagers stammten dementsprechend aus mehr als vierzig unterschiedlichen Ländern. Von den insgesamt etwa 190.000 hier inhaftierten Personen – Männer Frauen und Kinder – wurden mindestens 90.000 getötet.

Die Reise der Erinnerung ist ein Erinnern an jene Menschen, die in dieser Zeit getötet und verfolgt wurden, aber auch ein Zeichensetzen für die Wichtigkeit des Erinnerns für Gegenwart und Zukunft. Unter den sowjetischen Überlebenden der verschiedenen Nazilager, die im Frühjahr 1945 die Orte verließen, an denen sie jahrelang gefangen wurden, waren sehr viele Russ*innen und Ukrainer*innen. Sie teilten mit allen die Hoffnung, Zeug*innen und Akteur*innen einer neuen, befreiten und friedlichen Welt zu werden.

Dieses Jahr ist das Ziel der Reise ein anderes, jedoch stets soll die Reise junge Menschen ermutigen hinzuschauen statt wegzusehen, zu erinnern, zu hinterfragen und eine Brücke von der Vergangenheit ins Heute und Morgen zu bauen.

Ein Satz bleibt nach dem Besuch der Gedenkstätte Mauthausens besonders hängen: Solidarität erhöhte die Chancen, diesen grauenvollen Ort zu überleben.
Außerdem wird es bald keine Zeitzeugen mehr geben, aber ihr Engagement wird zum Glück weitergetragen. Solidarität braucht es auch heute, Solidarität, die niemanden ausschließt - solidarischen Handelns über Grenzen – soziale wie territoriale – hinweg.

Hier ein paar Eindrücke!
Fotos © Armin Mutschlechner
Pressemitteilung: Start der Reise der Erinnerung
Kontaktperson:
Dr. Alessandro Huber della Torre di Valsassina
Südtirol Koordinator
alessandro.huber@deina.it
+39 3482100583
Pressekonferenz - Südtirol News (12.01.2022)
Pressekonferenz - Salto (12.01.2022)
Pressekonferenz - stol (12.01.2022)

Das Projekt

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2020/2021

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Archiv

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Video-Führung durch die Gedenkstätte

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