In Bozen fand das landesweite
gemeinsame Vorbereitungstreffen des Jugendbildungsprojekts Promemoria Auschwitz – die Reise der Erinnerung statt.
Rund
160 Jugendliche aus ganz Südtirol kamen zusammen, um sich auf die Gedenk- und Bildungsreise vorzubereiten.
Das Projekt verbindet Erinnerung, Geschichte, Sensibilisierung und zivilgesellschaftliche Verantwortung und richtet sich an junge Menschen, die sich aktiv mit Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen.
Promemoria Auschwitz wird von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), Arciragazzi Bozen APS und MeTe APS getragen und von der Autonomen Provinz Bozen finanziert.
Die jungen Menschen haben sich im Vorfeld auf das Projekt beworben und befinden sich bereits auf einem gemeinsamen Bildungsweg, der sie vom
2. bis 7. März 2026 auf eine
Gedenk- und Bildungsreise nach Krakau führen wird. Auch Teilnehmende aus Trentino und dem Bundesland Tirol bereiten sich parallel auf die gemeinsame Reise vor.
Im Mittelpunkt des Vorbereitungstages standen der
Besuch der Dokumentationsausstellung im Siegesdenkmal sowie die
Passage der Erinnerung am ehemaligen Polizeilichen Durchgangslager (DL) Bozen. Eine inhaltliche Einführung beim DL erfolgte durch
David Augscheller und
Guido Margheri von ANPI Alto Adige Südtirol. Ein zentraler Programmpunkt war der Vortrag des Historikers und Autors
Tommaso Speccher zum Thema „Geschichten des deutschen Widerstands“, der den Jugendlichen neue Perspektiven auf Widerstand, Verantwortung und Zivilcourage eröffnete.
Die Veranstaltung fand bewusst in zeitlicher Nähe zum
27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, statt. Gerade heute ist es wichtig, junge Menschen für Geschichte, Verantwortung und demokratische Werte zu sensibilisieren. „Nie wieder“ bedeutet dabei nicht nur Erinnerung, sondern auch Haltung und Handeln in der Gegenwart.
Promemoria Auschwitz ist eine intensive Erfahrung des Austauschs, des Zuhörens und der gemeinsamen Reflexion. Das Projekt begleitet junge Menschen auf einem Weg historischer und gesellschaftlicher Bewusstseinsbildung und stärkt sie darin, Verantwortung in der Gegenwart zu übernehmen, Ursachen von Gewalt zu erkennen und sich aktiv für eine gerechte, inklusive und demokratische Gesellschaft einzusetzen.