Frühjahrstagungen

Frühjahrstagung der Jugenddienste 2018

Mehr als fünfzig MitarbeiterInnen der Jugenddienste diskutierten über verschiedenen Schwerpunktthemen der Jugendarbeit. Themen wie interkulturelle Jugendarbeit, soziale Medien, Jugendbeteiligung, Sexualpädagogik und vieles mehr standen am Programm. Organisiert wurde die Frühjahrstagung der Jugenddienste von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) im Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron. Wenn man Grenzen verschieben will, muss man dies langsam tun, mit stetigem und ruhigem Fuß, Schritt für Schritt, so der Hausherr Reinhold Messner, welcher die Jugenddienste begrüßte. Grenzen verschieben heißt es auch oft in der täglichen Arbeit der Jugenddienste.

An der Frühjahrstagung der zwanzig Jugenddienste, welche am 14. Mai 2018 im Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron stattfand, nahmen über fünfzig JugendarbeiterInnen der Jugenddienste aus allen Landesteilen teil. Die Jugenddienste begleiten und unterstützen junge Menschen in ihrer Entwicklung zu einer sozial und demokratisch denkenden und handelnden Persönlichkeit. „Die Tagung dient dem Erfahrungsaustausch zwischen Kolleginnen und Kollegen und soll darüber hinaus wichtige Impulse für ihre Arbeit setzen und die Möglichkeit geben, miteinander in Austausch zu treten“, so Karlheinz Malojer von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, welche die Tagung organsierte.

Workshops mit Schwerpunktthemen der Jugenddienste

Workshops und Austauschrunden fanden zu den verschiedensten Themen, welche in die tägliche Arbeit der Jugenddienste einfließen, statt: Gewaltprävention, Medienwelten und Social Media, Jugendberatung und –beteiligung, Essstörungen, kirchliche und interkulturelle Jugendarbeit, Streetwork und mobile soziale Jugendarbeit und vieles mehr. In den Workshops brachten die JugendarbeiterInnen Erfahrungen und Fragen aus der täglichen Praxis ein, diskutierten mit den ReferentInnen über aktuelle Konzepte und Herausforderungen. Inputs kamen von den verschiedenen PartnerInnen/AkteurInnen der Jugend- bzw. Präventionsarbeit wie dem Südtiroler Jugendring, dem netz, dem Forum Prävention, der Jungschar und der Katholischen Jugend, aber auch von den Kolleginnen und Kollegen der Jugenddienste selbst.

Kollegialer Austausch und Vernetzung

Das Ziel der Frühjahrstagung war es, neben den verschiedenen Inputs von FachreferentInnen, den Fachaustausch unter Kolleginnen und Kollegen zu fördern und die Vielfalt und die Pluralität der Jugenddienste aufzuzeigen. Die Jugenddienste als Fachstellen zur Förderung der Jugendarbeit versuchen für die Entwicklung von jungen Menschen die erforderlichen Angebote aufgrund der lokalen Bedürfnisse vor Ort zu schaffen und voranzubringen. Schritt für Schritt versuchen sie, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass junge Menschen gesellschaftspolitischen Herausforderungen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden bestmöglich begegnen können.

Reinhold Messner: Schritt für Schritt Herausforderungen begegnen

Wer Berge besteigen und versetzen möchte, braucht Visionen – beim Bergsteigen und auch in der Jugendarbeit. „Ich habe beim Bergsteigen nie zwei Schritte auf einmal gemacht. Wenn man Grenzen verschieben will, muss man dies langsam tun, stetig und ruhigen Fußes, Schritt für Schritt.“ Schritt für Schritt tragen auch die Jugenddienste dazu bei, dass jungen Menschen gesellschaftliche Zugehörigkeit gesichert wird, dass die Herausforderungen der Zukunft mit und von jungen Menschen gemeistert werden können. Messner betont, dass es wichtig ist, in seinem Leben der Leidenschaft zu folgen, Begeisterung und Neugierde haben ihn auf seinem Weg begleitet. Auch in der Jugendarbeit heißt es Begeisterung und Neugierde wecken, zu vertrauen, sich zu trauen. Widerstände fordern heraus, bedeuten aber manchmal, dass man nochmal hinschaut, genauer hinzuschaut und einen neuen Weg einschlägt. Wichtig ist es, Visionen zu folgen. Die Vision der Jugendarbeit ist eine Welt, in der alle Menschen gleichwertig mit ihren jeweiligen Potentialen, Fähigkeiten und Fertigkeiten teilhaben und an deren Gestaltung achtsam mitwirken können. Schritt für Schritt heißt es darauf hinzuarbeiten. 

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