Gegen jede Art von Gewalt

Kampagne #etwaslaeuftfalsch

Die Kampagne #etwaslaeuftfalsch thematisiert Gewaltverbrechen gegen Frauen. In Form von künstlerischen und literarischen Plakaten wirkt sie im öffentlichen Raum mit dem Ziel, Gespräche anzustoßen und Bewusstsein für das Thema zu schaffen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD)
und netz | Dachverband der Offenen Jugendarbeit unterstützen die Kampagne #etwaslaeuftfalsch, positionieren sich klar gegen jegliche Art von Gewalt und setzen sich dafür ein, dass junge Menschen sich frei entfalten und ihre Identität bestmöglich und frei von Gewalt entwickeln können. Die Plakate hängen zur Zeit im Haus Goethe in Bozen!
 
Die Kampagne reflektiert die Hintergründe der Gewaltverbrechen an Frauen in der Gesellschaft und beleuchtet das Thema der Femizide aus künstlerischer und aktivistischer Sicht. #etwaslaeuftfalsch nutzt und transformiert den uns alltäglich umgebenden öffentlichen Raum der Städte und Dörfer, bringt die strukturelle Dimension der geschlechtsspezifischen Gewalt in den öffentlichen Diskurs und regt zu einer Debatte an. Die Plakate irritieren, weil sie im Gegensatz zu Werbung nicht eindeutig zuzuordnen sind und doch eine eindeutige Nachricht vermitteln: Sexismus, Mehrfachdiskriminierungen und Gewalt an Frauen gehen uns alle an.
 
SÜDTIROL IN ZAHLEN: In Italien rechnet man mit einem Femizid alle 60-72 Stunden: Letzthin nahmen Femizide zu, während die Morde insgesamt abgenommen haben. In Südtirol fanden 105 Frauen mit 141 Kindern einen Platz in Frauenhäusern und geschützten Wohnungen, von den Beratungs- und Kontaktstellen gegen Gewalt wurden 586 im Jahre 2021 begleitet und betreut. Der Täter ist in 58% der Partner, 21% der Ex-Partner, 9% der Vater/Eltern, 7% andere Verwandte, 4% Bekannter (2020). In 67% der Fälle sind Kinder vorhanden: Opfer „miterlebter Gewalt“. (Manifest Frauenmarsch 2022)
 
Künstlerische Leitung: Angelika Burtscher, Veronika Hackl, Daniele Lupo
In Zusammenarbeit mit: Frauen gegen VerGEWALTigung, Frauenzentrum Osttirol, Mannsbilder Tirol
Künstler:innen: Aldo Giannotti, Stefanie Sargnagel, Kateřina Šedá
Webseite: etwaslaeuftfalsch.it/ &  lungomare.org/ Alle Motive stehen zum Download auf der Webseite bereit.
Ziel der Kampagne ist es, die Plakate weiterzuverbreiten und Kompliz:innen für die Fortführung in anderen Städten und Regionen Europas zu finden.