Eltern und Jugendliche informiert 

Anfang Oktober organisierte der Jugenddienst unter dem Motto „Starke Kinder – Drogen vorbeugen“ einen Vortragsabend mit dem Psychologen Ulrich Gutweniger aus Meran. Die Drogenkonsumenten werden immer jünger, der Konsum betrifft nicht mehr nur „Randgruppen“, sondern alle sozialen Schichten. Das Phänomen aus einem Mix aus Alkohol- und Drogenmissbrauch ist auch im Etschtal zu beobachten. Aus diesem Grund vereinbarten die Verantwortlichen der Gemeinden mit den Mitarbeitern des Jugenddienstes Mittleres Etschtal, der Aufklärung der Jugendlichen und der Elternarbeit erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.
 
Tipps für Eltern
 
Im Pfarrheim Nals informierten sich etwa 50 Eltern über Süchte und deren Vorbeugung. Uli Gutweniger erklärte kurzweilig, klar und auch unterhaltsam Suchtursachen und was Eltern für ihre Kinder tun können, um Abhängigkeit vorzubeugen: stabile Beziehungen schon ab dem Kleinkindalter aufbauen, zuhören und für die Kinder da sein, Werte vermitteln, sich Zeit für die Kinder nehmen, Freiräume lassen (aber auch klare Grenzen setzen) und immer wieder ihren Selbstwert zu stärken, der z. B. nicht nur von schulischen Leistungen abhängig sein darf. In der Pubertät sei es dann wichtig, Streit auszuhalten, immer gesprächsbereit zu sein, „den Draht nie abreißen zu lassen“, in Verbindung zu bleiben, so Gutweniger. Voraussetzung dafür sei natürlich, dass es diese Verbindung bereits gibt. Es sei zu spät, erst in der Pubertät damit zu beginnen. Das Gespräch und der Austausch kamen bei den Besuchern sehr gut an.
 
Tipps für Jugendliche
 
Eine Wochen später war Uli Gutweniger auf Einladung des Jugenddienstes im Jugendraum Nals zu Gast – diesmal als „Erklärer“ für ein Gespräch mit Jugendlichen. 17 Teilnehmer zwischen 13 und 16 Jahren besuchten den Workshop „#durchblick - Rausch & Risiko“. Die Jugendlichen konnten sich über legale und illegale Substanzen, deren Konsumformen und damit verbundene Risiken informieren. Uli gelang es schnell, Vertrauen aufzubauen. So redeten die Schüler offen über ihre persönlichen Wünsche und Erfahrungen, ihr Konsumverhalten und ihre Motivation für diesen Konsum. Die 2½  Stunden vergingen wie im Flug, in denen Uli ohne „erhobenen Zeigefinger“ aufklärte, zuhörte und den Teilnehmern so einiges mit auf den Weg geben konnte.
 
Uli, der Gemeinde und der Pfarrei Nals sowie dem Schulsprengel Terlan danke für die gute Zusammenarbeit.
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