"Graffitis machen graue Wände lebendig…

 …ich wünsch‘ mir ich könnt das auch!“ heißt es in einem Songtext der Band Keimzeit. Die Wände im Jugendtreff Gargazon waren teils weiß…und sind mit den neuen Graffitis nun noch lebendiger als zuvor. Auf zwei weiteren Mauern haben sich die Treffbesucher dort „verewigt“.

Die neuen Graffitis sind das Ergebnis des Workshops, den Jugendarbeiter Thomas aus dem Kulturprogramm des Amtes für Jugendarbeit für den Treff ausgesucht, gebucht und organisiert hatte. In dem Programm finden sich u. a. auch Workshops für Theater, Kreatives, Musik oder digitale Themen. Gargazon erhielt den Zuschlag für Graffiti und so machten sich am 11. Jänner  sechs Jugendliche mit Tobias „Tobe“ Planer und Peter „Piet“ Vieider und an die Arbeit. Die beiden „Graffitari“ haben bereits italienweit selbst und mit vielen anderen Gruppen –legal !- ihre Spuren hinterlassen.
Den beiden Profis war es besonders wichtig, den Jugendlichen vor dem Sprühen auch ein Stück der Graffiti-Kultur und die Geschichte dieser Kunstform etwas näher zu bringen. Die modernen Graffiti entstanden mit den Anfängen des HipHop im New York der 70er Jahre. Weltgrößtes Objekt war einst die Berliner Mauer. Tobe wies auch auf die horrenden Strafen für illegales Sprayen und den „Graffitari“-Ehrenkodex, keine Schmierereien auf privaten, öffentlichen und insbesondere historischen Gebäuden zu hinterlassen, hin.
Bis zum gemeinsamen Pizzaessen wurden Ideen gesammelt, vorgezeichnet und das Sprühen geübt, was viel einfacher ausschaut als es tatsächlich ist. Am Nachmittag entstanden dann Schritt für Schritt der fette Schriftzug „JBGS“, der für „jung, brutal, gutaussehend“ steht und die Comicfigur Rick aus der US-amerikanischen Zeichentrickserie „Rick and Morty“. Das Finish der Bilder übernahmen Tobe und Peter. „Benebelt“ und erschöpft, aber auch stolz und zufrieden betrachteten die Jugendlichen am Ende ihre Kunstwerke und zückten ihre Smartphones. Ihnen war eines klar, sie hatten die richtige Entscheidung getroffen: mitzumachen, mal etwas Neues auszuprobieren, Spuren zu hinterlassen und sich auf künstlerische Art am Jugendraum zu „verewigen“.
Der Zufall wollte es, dass die neuen Graffiti auf den Tag genau elf Jahre nach dem letzten Workshop im Jugendtreff am 11.01.2009 entstanden, sich so (Kunst)Geschichte „wiederholte“ und der legendäre alte „Jolly“ nun Gesellschaft hat.
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