Vollversammlung

"Es bewegt sich was" im Jugenddienst Brixen

Der Jugenddienst Brixen hat am Freitag seine alljährliche Vollversammlung abgehalten. Neben den Mitgliedern aus den 14 Pfarreien waren auch die vier Gemeinden geladen sowie die Ehrenamtlichen der Kinder- und Jugendpastoral. Gemeinsam wurde auf das vergangene Arbeitsjahr 2021 zurückgeblickt, um mit Optimismus und Tatendrang das neue Jahr anzugehen.
 
Der große Saal im Jugendhort Brixen war gut gefüllt - so gut es in der Pandemie eben geht. Aus fast allen 14 Pfarreien waren Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinderäte, der Gemeinden oder der Ortsgruppen vertreten. Und das Schlussresümee war wie oft in den letzten Jahren, dass diese Vollversammlung nicht anderen ähnelt, weil sie in ihrer Spritzigkeit und Begeisterung ansteckt und gut tut. Nach einer Besinnung durch Katharina Baldauf, die neben Verena Dariz, Anna Gallonetto, Thomas Jöchler und Karin Thaler den ehrenamtlichen Vorstand bilden, begrüßte der Vorstandsvorsitzende die Anwesenden und versprach bereits dabei, dass es ein leichter und amüsanter Abend werden wird.

Auf die klassischen Genehmigungen folgte der Jahresrückblick in Fotos und Videos. Die beiden Mitarbeiter des Jugenddienstes  - Julian Stuefer und Mike Werner - konnten mit einer Fülle an Aktionen und Projekten aufwarten. Regelmäßige Angebote wie der Mittelschulmittwoch, die Trefföffnungszeiten in Vahrn oder die Soundandachten in den Pfarreien reihten sich an Ausflüge nach Riva zum Wakeboarden oder nach Neumarkt zum Trampolinspringen. 2021 gab es Workshops fürs Skateboard, zum Film Drehen oder speziell für Mädchen zum Makramee Basteln oder Hula Hoop - Reifen Gestalten. Gemeinsam mit anderen Organisationen wurde der Hofburggarten zu einem Offenen Jugendtreff, gab es monatlich das Mobile Frühstück für den morgendlichen Schulweg und die Mini-AusZeit mit Sonnenaufgang auf dem Latzfonserkreuz. Daneben wurden in Vahrn zwei Sommerwochen für Mittelschulkinder organisiert, die Pfarrei Brixen in ihrer Minipastoral begleitet und ein Jugendtheater in Lüsen auf die Bühne gebracht. Es gab Spielenachmittage für Kindergruppen, Austauschtreffen mit Ehrenamtlichen und Sitzungen mit Jugendlichen. In der Mittelschule M. Pacher wurde die Klassengemeinschaft der ersten Klassen gestärkt und in den Pfarreien gab es besondere Gottesdienste für Kinder und theologische Ratscher für Jugendliche. Und natürlich haben die Sitzungen, Telefonate, Beratungen und Informationen keinen Platz auf einem Foto gefunden.

Anschließend stellte die Kassierin Karin Thaler die Rechnungslegung dar, welche von den Rechnungsprüfern Alfred Gargitter und Philipp Gummerer kontrolliert und für gut geheißen wurde. “So viel zum Rückblick”, meinte Thomas Jöchler anschließend “und nun wollen wir nach vorne schauen, wo wir ja auch schon mittendrin sind. Ein Jahr, das wir mit euch und für euch geplant haben.” Vorher gab es noch ein Impulsreferat zum Thema “Eine:r unter Vielen” über die Wichtigkeit zum Netzwerken. Dafür gab es eine Übung zur Zusammenarbeit und eine Einschärfung, dass ein Netzwerk Arbeit bedeutet, dafür aber wesentliche Vorteile für alle bringt.

Darauf aufbauend berichteten die Mitarbeiter von den Plänen für 2022. Dabei gibt es weniger Termine zu benennen, da es den beiden Jugendreferenten darum geht, diese mit den Jugendlichen festzulegen und auch noch flexibel und spontan für die Pfarreien und Gemeinden zu sein. Schwerpunkte für das kommende Jahr sind die Bereiche Treffarbeit, Kulturarbeit, Freizeitgestaltung, Nachhaltigkeit und Jugendpastoral. Dabei sind dem Jugenddienst Werte wie Partizipation, Selbstverwirklichung, Persönlichkeit oder Kreativität wichtig. Diese sollten den Jugendlichen spürbar vermittelt werden. Natürlich gibt es auch schon Fixpunkte, so das Jugendfestival CyrillChill, am 02. Juni, die Nacht der 1.000 Lichter, am 31. Oktober oder die religiösen Wochenenden “Hope.Faith.Action”, vom 10.-12. Juni und die AusZeit in die Schweiz, vom 23.-26. August. Auch ein Zauberworkshop und einer zum Bodypainting sind schon in Planung. Es werden wieder Sommerwochen geplant und Events mit den Jugendvereinen von Brixen.

Darauf wurde der Finanzierungsplan für 2022 vorgestellt und genehmigt und danach kamen die Anwesenden wieder zu Wort. Verena Dariz leitete nämlich ein, “dass die Ehrengäste im Jugenddienst Brixen alle jene sind, welche mit uns für die Jugend etwas bewegen.” Daher wurden spontan Personen aus der Vollversammlung für Grußworte nach vorne gebeten und dabei wurden Lob und Dank verteilt, Anerkennung und Vorfreude. Helga Baumgartner, Direktorin im Amt für Jugendarbeit sprach etwa: “Im Jugenddienst Brixen war es immer sehr ruhig. Aber seit einigen Jahren bewegt sich etwas. Und das Tolle dabei: die Gemeinden und Pfarreien bewegen sich mit.” Dekan Florian Kerschbaumer berichtet noch kurz über die Entwicklungen im Jugendhort und Karlheinz Malojer, Geschäftsführer der AGJD, meinte anschließend an die Worte aus der Gemeinde Lüsen und der Pfarrei Schalders: “Auf diesen Jugenddienst gilt es zu zeigen und hervorzuheben, was er bewirkt, weil er im Kleinen Großes schafft.”

Bei einem abschließenden Buffet wurde sich noch ausgetauscht, beraten, weiter geplant und Ideen für die 40-Jahr-Feier des Jugenddienst Brixen 2023 gesponnen. Es war ein bewegender Abend und hoffentlich einer, der auch weiterhin viel in Bewegung bringt. Dafür sei besonders den Ehrenamtlichen gedankt, welche ihr Herzblut, Kreativität und Energie in diesen Verein stecken - ganz direkt im Vorstand, aber auch vor Ort in den Pfarreien und Gemeinden. Jugendlichen wollen nicht immer Erwachsene an ihrer Seite, aber manchmal brauchen sie diese, die ihnen die Freiheit geben und Möglichkeiten schaffen, sich weiterzuentwickeln. Genau dafür tritt der Jugenddienst Brixen letztlich ein.