​Allianz der Kultur: Kultur offen halten!

In den letzten Wochen hat sich die Infektionslage durch Covid19 auch in unserem Land verschärft. Erhöhte Inzidenzzahlen lassen, nach einer doch überaus produktiven Phase verschiedenster Kulturveranstaltungen im Sommer und Frühherbst einschneidende Veränderungen unseres Kulturlebens befürchten, die, wie im Winter und Frühjahr 2020 und 2021, zwangsweise zum Ausfall lange geplanter Veranstaltungen führen könnten.

Die Allianz der Kultur appelliert also an die politischen Entscheidungsträger*innen und an die Kulturpolitik, diesem Umstand Rechnung zu tragen und die Eindämmung der Pandemie nicht auf dem Rücken der Künstler*innen, Kulturträger*innen und ehrenamtlichen Kulturvertreter*innen und Kulturorganisationen austragen zu lassen. Es gibt sicher ausgewogenere und für die Kultur weniger schädliche Maßnahmen als das Zusperren von Theatersälen, die Absage von Konzerten, das Schließen von Galerien und Museen oder das Einstellen aller Proben und Tätigkeiten von Kulturvereinen. Mit Augenmaß ließe sich da im Einzelnen durchaus tragbare Lösungen finden.

Die Allianz der Kultur begrüßt deshalb die Bemühungen der Landesregierung in Rom um eine territoriale Anpassung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Was etwa für den Wintertourismus oder für die Weihnachtsmärkte gilt, sollte auch für die Kultur gelten: Man sollte und darf nicht einfach alles blockieren, ja man sollte dort Ausnahmen treffen, wo sie denn auch möglich sind, sodass wir zu verhältnismäßigen Maßnahmen greifen können, die ohne die Schließung von Kulturstätten und die Einstellung jeder kulturellen Tätigkeit auskommen müssen! Theater und Konzertsäle, ebenso wie Kinos und Museen werden gerne und rasch als verzichtbar angesehen. Kulturstätten sind aber auch Orte, wo Menschen in abhängiger Arbeit wertvollen und unverzichtbaren Dienst an der Kultur, d.h. an der Gesellschaft insgesamt leisten. Für freischaffende Künstler*innen etwa sind voreilige Schließungen von Galerien oder Museen existenzgefährdend, weil die öffentlichen Zuwendungen eine zeitlich bemessene Unterstützung darstellen und weil sich Kultur nicht einer Zeitleiste unterwerfen kann, sondern in ihrer Planung andere zeitliche Abläufe zu berücksichtigen hat als etwa Wirtshaft, Handel und Gewerbe.

Die Allianz der Kultur appelliert deshalb an die Kulturpolitik: Die kulturellen Tätigkeiten müssen in allen Bereichen aufrecht erhalten bleiben! Die Kulturstätten dürfen nicht geschlossen werden, sie müssen als unverzichtbares allgemeines Gut geöffnet bleiben!
Appell: Kultur offen halten
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